~Rezension: Juliane Maibach – Midnight Eyes – Finsterherz~

Titel: Midnight Eyes – Finsterherz
Autorin: Juliane Maibach
Übersetzung: –
Verlag: –
Reihe: Teil 2 von 3 (hier geht es zur Rezension des ersten Teils)

Endlich sind Emily und Ray ein Paar und Talef besiegt, doch Isigia sinnt auf Rache und ohne den Pakt muss Ray nun wieder die meiste Zeit in der Dämonenwelt verbringen. Hinzu kommt noch Bartholomäus’ Warnung, Emily müsse Ray verlassen, damit er sein Herz nicht an sie verliere und damit nach ihrem Tod jahrhundertelang leide. Die Situation ist nicht ideal, aber scheint in Ordnung, bis Emily auf einer LARP-Veranstaltung eine Prophezeiung erhält, laut der ihre größte Angst eintreffen soll. Halluzinationen beginnen sie heimzusuchen und sie in den Wahnsinn zu treiben. Ist Emily tatsächlich verrückt? Was ist real und was nicht? Wird ihre Liebe all diese Schwierigkeiten überstehen? Kann sie Ray das überhaupt antun?

Meine Meinung

Der Anfang
Auch der zweite Teil beginnt mit einem Prolog. Diesmal ist er personal aus Isigias Sicht, die ihren Meister nach dem Kampf mit Ray pflegt und ihre Rache an Emily und Ray plant.

Die Form & der Stil
Die Form des zweiten Teils entspricht derer des ersten Teils mit dem Unterschied, dass es diesmal weniger Perspektiven gibt. Die Hauptperspektive ist wieder Emilys in der Ich-Form. Zwischendurch bekomment wieder Isigia und Ray kurze Abschnitte in der personalen Perspektive, allerdings weniger als im ersten Teil. Auch Sven bekommt einen kurzen Abschnitt, ebenfalls personal. Dieser Abschnitt hat mich etwas gestört, da wir eine sehr zentrale Szene zwischen Ray und Emily, auf die man eigentlich schon seit mehreren hundert Seiten gewartet hat, aus seiner Perspektive sieht, was ihr natürlich einiges an Romantik nimmt.
Auf 311 Seiten gibt es einen Prolog, 12 unterschiedlich lange Kapitel und einen Epilog.
Der Stil ist wieder flüssig und gut zu lesen.

Die Charaktere
Emilys Handlungen sind in diesem Teil für mich nicht mehr ganz so nachvollziehbar wie im ersten. Klar hat sie Angst wie ihre Mutter in einer Psychiatrie zu enden, natürlich nimmt sie das alles sehr mit, dass sie immer ein eher verschlossener Mensch war, wurde im ersten Teil gezeigt und auch mehrfach gesagt, aber trotzdem wirkt es auf mich zu sehr für die Handlung erzwungen, dass sie mit niemandem spricht.
Emilys Freunde finde ich in diesem Teil meistens etwas anstrengend. Sven ist sehr passiv und Nell streitet sich ständig mit einer anderen Freundin von Sven, was bisher nicht wirklich handlungsrelevant scheint, aber so oft vorkommt, dass es mich eher genervt hat.
Ray find eich nach wie vor einen tollen Charakter. Er ist für Emily da, so gut er kann, bedrängt sie aber auch nicht.
Bartholomäus fand ich ja bereits im ersten Teil süß und auch hier ist er das wieder, zumal er langsam Emily gegenüber auftaut.
Interessant und teilweise sehr gut gelungen finde ich die Charaktere, die Emily in der anderen Realität trifft und die ihren Freunden und Bekannten entsprechen.

Die Welt
Schade finde ich, dass man in diesem Teil nichts weiteres über die Dämonenwelt erfahren hat. In einem sehr kurzen Abschnitt lernt man Rays besten Freund kennen, aber das war es auch schon.

Die Handlung
Was die Handlung angeht bin ich sehr zwiegespalten. Einerseits finde ich es sehr interessant, wenn in phantastischen Welten angedeutet wird, dass diese Welt vielleicht nur eine Halluzination des Protagonisten ist, andererseits ist das ein Motiv das schon ein bisschen ins Klischee geht und von daher wirklich gut eingesetzt werden und passen muss und das fand ich hier eben nicht. Es baut sich zwar logisch auf Emilys Vorgeschichte auf, aber ich finde nicht, dass es zu der Atmosphäre der restlichen Geschichte beiträgt, sondern diese eher abschwächt. Wie Ray in der halluzinierten Version allerdings umgesetzt ist, finde ich eine wirklich spannende Idee, die allerdings in einer anderen Geschichte mit einem anderen Ergebnis viel mehr Potenzial hätte.
Außerdem hat mich sehr gestört, dass es auch hier im Finale zu einem ähnlichen Endkampf kommt wie im ersten Teil und wieder der Antagonist, diesmal Isigia, sich ewig damit aufhält, Emily ihren Plan genau auszubreiten, dabei hat sie doch gesehen, was das ihrem Meister gebracht hat.

Fazit

Alles in allem fand ich diese Fortsetzung eher schwach. Der in meinen Augen spannendste Handlungsstrang, nämlich die Probleme, die ihre unterschiedlichen Welten und Herkünfte machen, trat völlig in den Hintergrund, Ray kam viel zu wenig vor und der Konflikt, um den sich dieser Teil stattdessen drehte, passte für mich nicht in die Geschichte. Trotzdem gibt es von mir drei Herzen, weil mir die Grundidee und die Hauptcharaktere immer noch gefallen, der Schreibstil nach wie vor angenehm war und ich gespannt bin, ob der dritte Teil uns endlich mehr über Rays Welt und Familie erzählt und zeigt, ob und wie Emily und er eine Zukunft haben können.

Stil: ♥♥♥
Anfang: ♥♥♥
Spannung: ♥♥♥
Charaktere: ♥♥♥♥
Welt: ♥♥
Handlung: ♥♥

♥♥♥

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